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Gedenken zum 8. Mai in Erfurt: Ein eindringlicher Appell für Diplomatie und Frieden

Erfurt, 8. Mai 2026 – Anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus versammelten sich heute zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft auf dem Erfurter Hauptfriedhof. In einer bewegenden Gedenkstunde wurde der Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges gedacht und die historische Bedeutung dieses Datums für die Gegenwart hervorgehoben.
Dialog statt Konfrontation: Die Lehren der Geschichte
Die diesjährigen Redebeiträge am Mahnmal prägte eine gemeinsame Botschaft: Die Erkenntnis, dass dauerhafter Frieden in Europa nur durch beharrliche Diplomatie gesichert werden kann. Mehrere Redner unterstrichen eindringlich, dass es in Zeiten wachsender Spannungen keine Alternative zum Gespräch gibt.

„Es ist die Pflicht unserer Zeit, lieber 100 Stunden lang am Verhandlungstisch zu ringen, als auch nur eine einzige Minute darauf zu verschwenden, Waffen gegen Menschen zu richten“, hieß es in einer der zentralen Ansprachen.
Die Reden verdeutlichten, dass das Schweigen der Waffen durch das Sprechen der Menschen ersetzt werden muss. Wer den Dialog abbricht, nimmt den Tod Unschuldiger in Kauf – eine Konsequenz, die angesichts der Geschichte niemals wieder akzeptabel sein darf.
Gedenken an das unermessliche Leid des sowjetischen Volkes
Ein besonderer Fokus lag auf der historischen Verantwortung gegenüber den Völkern der ehemaligen Sowjetunion. Es wurde daran erinnert, dass Russland nicht unser Feind sein kann und darf. Die tiefen Wunden der Vergangenheit, insbesondere das Opfer der 27 Millionen Toten aus der damaligen Sowjetunion, mahnen uns heute mehr denn je zur Versöhnung statt zur Konfrontation.
Dieses unermessliche Leid, das russische Familien über Generationen hinweg tragen mussten, bildet das Fundament für die moralische Verpflichtung Deutschlands, sich als Brückenbauer in Europa zu betätigen.
Ein Zeichen für die Zukunft
Die Veranstaltung endete mit einer Schweigeminute und der feierlichen Kranzniederlegung. Das Gedenken in Erfurt setzte ein klares Zeichen: Der 8. Mai ist nicht nur ein Tag des Rückblicks, sondern ein Auftrag für die Zukunft. Wahre Stärke zeigt sich nicht auf dem Schlachtfeld, sondern im Mut zur Diplomatie und in der unermüdlichen Arbeit am Frieden.

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Veröffentlichung

Fr, 08. Mai 2026

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