Merz macht arm.
Die neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes, die das BSW abgefragt hat, zeigen, dass die Quote der armutsgefährdeten Alleinerziehenden seit 2022 sprunghaft von 25,2 auf 28,7 Prozent angestiegen ist. Im vergangenen Jahr waren das 1,26 Millionen Menschen. Und die Situation wird noch bedrückender, wenn man die alleinlebenden Bürger betrachtet: Über 5,2 Millionen Personen sind von Armut bedroht.
Vor diesem Hintergrund kann man Debatten um Teilzeit, Zahnarztbesuche und Sozialstaat nur als Zynismus pur bezeichnen. Wenn immer mehr Alleinerziehende und Familien mit Kindern in die Armut rutschen, ist das ein massives Versagen der Wirtschafts- und Familienpolitik. Anstatt den Menschen Lifestyle-Teilzeit vorzuwerfen, sollte es endlich für jedes Kind in Deutschland eine Ganztagsbetreuung geben.
Wenn die Bundesregierung an ihren Plänen festhält, zur Finanzierung gigantischer Rüstungsausgaben den Rotstift beim Sozialstaat anzusetzen und Leistungen zu streichen oder teurer zu machen, wird die Armut in den nächsten Jahren weiter steigen. Friedrich Merz ist auf dem besten Weg, als Armutskanzler in die Geschichte der Bundesrepublik einzugehen.