„Eine Annäherung der extrem ungleichen Renten zwischen West- und Ostdeutschland findet weiterhin kaum statt“, kritisiert Anke Wirsing, sozialpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag anlässlich der Veröffentlichung des Rentenatlas 2025 der Deutschen Rentenversicherung. Thüringen sei laut Statistik weiterhin Schlusslicht, wobei die von der Rentenversicherung angegebene durchschnittliche Altersrente von 1.572 Euro im Freistaat noch gründlich aufgehübscht ist. Schließlich werden nur Renten nach mindestens 35 Beitragsjahren berücksichtigt – die aber angesichts brüchiger Wendebiografien und massenhafter Arbeitslosigkeit in den 1990er Jahren viele Ostdeutsche nicht erreichen. Zudem müssen noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. „Faktisch liegt die Durchschnittsrente in Thüringen und den anderen ostdeutschen Ländern deutlich unter der Armutsgrenze von 1.381 Euro.“