Anke Wirsing zum Beschluss der Mindestlohnkommission, den Mindestlohn bis 2027 auf 14,60 Euro anzuheben: „15 Euro Mindestlohn ist ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Gerechtigkeit“
15 Euro Mindestlohn ist längst überfällig
Viele Erwerbstätige im Niedriglohnsektor müssen aufstocken
Jeder Cent mehr Lohn fließt in den Konsum und sorgt für eine Konjunkturbelebung
Die zuständige Mindestlohn-Kommission hat beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland von derzeit 12,82 Euro in zwei Schritten bis zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde zu erhöhen.
Für die BSW-Fraktion ist dagegen ein gesetzlicher Mindestlohn von 15 Euro längst überfällig – und zwar spätestens bis zum 1. Januar 2026. Die Bundesregierung muss sofort handeln!
Anke Wirsing, sozialpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag: „Insbesondere in Thüringen, wo die Niedriglohnquote mit 34 Prozent im bundesdeutschen Schnitt deutlich höher ausfällt, geht es beim Mindestlohn nicht um politische Symbolik, sondern um konkrete Lebensrealitäten. Jeder Fünfte erwerbsfähige Bürgergeldbezieher im Freistaat ist erwerbstätig, erhält aber einen so niedrigen Lohn, dass er aufstocken muss. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass die Lohnuntergrenze deutlich angehoben werden muss, wenn sie existenzsichernd sein soll.“
Dass in diesem Zusammenhang seitens Unternehmerseite mit Untergangsszenarien vor einer Anhebung auf 15 Euro gewarnt wird, sei verantwortungslos gegenüber den Menschen, die täglich hart arbeiten und trotzdem kaum über die Runden kommen. „Jeder Cent mehr Lohn im unteren Einkommensbereich”, so Wirsing weiter, “fließt auch unmittelbar in den Konsum – es geht daher nicht nur um soziale Gerechtigkeit, sondern auch um einen dringend benötigten konjunkturellen Impuls.“