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Gedenken in Buchenwald

 

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 Mahnung für den Frieden in Zeiten der Aufrüstung

 

Am heutigen 11. April jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald zum 81. Mal. Es ist ein Tag, der wie kaum ein anderer für das unermessliche Leid der Nazidiktatur steht, aber auch für das Versprechen einer friedlichen Zukunft. Anlässlich dieses Gedenktages kamen wir – der sächsische Landtagsabgeordnete Ulf Lange mit Mitgliedern des Kreisverbandes Erzgebirge, die Bundesvorsitzende des JSW Anastasia Wirsing sowie der Präsident der DRS Jan Riedel und weitere Begleiter – in Buchenwald zusammen. In tiefer Stille gedachten wir der Opfer des NS-Regimes und richteten unseren Blick zugleich mit schwerer Sorge auf die Gegenwart.

„Nie wieder Krieg“ – Ein Versprechen gerät ins Wanken

In den Gesprächen am Rande der Kranzniederlegung wurde schmerzlich bewusst: Das historische „Nie wieder!“ ist mehr als ein bloßer Rückblick. Es ist ein brennender Appell an unsere heutige Gesellschaft. Wir stehen hier an einem Ort, der uns die äußerste Konsequenz von Hass und Militarismus vor Augen führt. Dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf, ist der moralische Kompass unserer Republik. Doch wohin treibt uns der aktuelle Rüstungswahn? Die zunehmende gesellschaftliche Militarisierung darf mit Blick auf unsere Geschichte niemals der Weg der Zukunft sein.

Die Angst um den Frieden der nächsten Generationen

Besonders emotional wurde es für mich im Moment des Schweigens, als meine Gedanken zu meinem Nachbarn wanderten. Er wurde in den letzten Zügen des Zweiten Weltkriegs geboren und durfte sein gesamtes Leben im Frieden verbringen. Doch die Ungewissheit wiegt schwer: Wird er auch seine letzten Jahre in Frieden beschließen können? Werden seine Söhne weiterhin in Sicherheit leben, oder wird die Angst vor dem Krieg wieder zum täglichen Begleiter in Deutschland? Diese Frage blieb wie ein mahnendes Echo in der kühlen Luft über dem Ettersberg hängen.

Verantwortung statt Militarisierung

Beim Blick auf das Eingangsportal der Gedenkstätte drängte sich mir auch die Rolle der US-Basen auf deutschem Boden auf, allen voran Ramstein. Als strategischer Dreh- und Angelpunkt für internationale Konflikte und Kriege – wie aktuell im Iran – steht diese Präsenz im Widerspruch zu unserer Friedensverantwortung.

Das Gedenken in Buchenwald bestärkt mich in einem klaren Bekenntnis: Wahre Stärke liegt nicht in der Aufrüstung und in der Vorbereitung auf die „Kriegstüchtigkeit“. Wahre Stärke beweist sich im Mut zum Dialog und in der Beharrlichkeit der Diplomatie.

 

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Eure Anke

 

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Sa, 11. April 2026


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