Zum 111. Todestag der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner am 21. Juni erklären Anke Wirsing MdL und die Sprecherin der AG Frieden Janine Bauersachs:
„Bertha von Suttner war eine der mutigsten Stimmen gegen Krieg und Gewalt in einer Zeit, in der Militarismus und Nationalismus das Denken prägten.
Mit ihrem Roman Die Waffen nieder! schuf sie ein Werk von weltweiter Wirkung – ein leidenschaftlicher Appell für Abrüstung, Diplomatie und die Macht des Gewissens.
Sie war nicht nur die erste Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt, sondern auch eine der wenigen Menschen jener Zeit, die sich öffentlich und unermüdlich für Frieden und Völkerverständigung einsetzte – gegen alle Widerstände. Ihre Stimme war unbequem, ihr Wirken bahnbrechend.
Ihr Lebenswerk verbindet sich dabei auch mit Thüringen: Bertha von Suttner wurde 1914 auf dem Hauptfriedhof in Gotha beigesetzt – einem Ort, der bis heute an ihre Überzeugungen und ihren Einsatz für den Frieden erinnert. Gerade in Thüringen, wo die Erinnerungskultur einen hohen Stellenwert hat, mahnt ihr Vermächtnis zur aktiven Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt und den Bedingungen eines dauerhaften Friedens.
Heute – in einer Welt, in der erneut aufgerüstet wird, in der Krieg wieder als legitimes Mittel der Politik salonfähig wird und Friedensstimmen als naiv oder gefährlich diffamiert werden – ist das Vermächtnis von Bertha von Suttner aktueller denn je.
Wir brauchen eine Politik, die ‚die Waffen niederlegt‘, bevor neue Konflikte eskalieren. Wir brauchen Mut zur Diplomatie, Ausdauer im Dialog und eine klare Absage an eine Logik der militärischen Stärke. Frieden entsteht nicht durch Waffen, sondern durch Verständigung, gerechte Strukturen und internationale Zusammenarbeit.
Am Todestag Bertha von Suttners erinnern wir nicht nur an eine große Persönlichkeit der Friedensbewegung, sondern verpflichten uns auch selbst zu ihrem Erbe: Krieg darf niemals wieder als Lösung betrachtet werden. Der Einsatz für den Frieden ist und bleibt die zentrale Aufgabe für das Bündnis Sahra Wagenknecht – auch und gerade hier in Thüringen.“, so die Landtagsabgeordnete Wirsing.